Toptex - Kompostvlies
Jahrzehnte lange Erfahrung im weltweiten Einsatz
Das Vlies leitet Niederschlagswässer durch seiner Oberfläche ab, die Hackschnitzel vernässen selbst bei starken Regenfällen nicht!
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Die positive Wirkung wurde in einem Versuch der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaftin Freising bestätigt.
Die Vorteile auf einen Blick dampfdurchlässig Ableitung von Niederschlagswasser windstabil winfache Handhabung optisch ansprechend langlebig wirtschaftlich Toptex - die wirtschaftliche Lösung für die Freilagerung von Hackschnitzel
Toptex - die wirtschaftliche Lösung für die Freilagerung von Hackschnitzeln!
Technische Daten und Abmessungen Flächengewicht 200 gr/m Festigkeit 12,5 kN/m (= ca. 1,2 to/m) Rollenlänge 50 m Rollenbreite 4 m, gefaltet 5 m, gefaltet 6 m auf 2m auf 2,5 m Rollengewicht ca. 40 bis ca. 50 kg
Im Gegensatz zum Trocknungsversuch Wadlhausen im Voralpenland trocknete der nicht abgedeckte Haufen in Schwarzenau im Innenbereich ebenfalls bis 25 % Wassergehalt ab. Wie in Abbildung 3 zu sehen ist sind ca. 10 % der Anschnittsfläche dunkelbraun verfärbt (Schwitzkegel). Dieser Teil des Haufens hatte bei Ende des Versuchs einen sehr hohen Wassergehalt von 78 %. Der Rest und damit der Großteil des Haufens wies helle, trockene Hackschnitzel auf und ähnelte in seiner Struktur dem mit Vlies abgedeckten Haufen. Abbildung 3: Der unabgedeckte Haufen bei Versuchsende am 25.11.2005 Abbildung 4: Dunkelfärbung der Hackschnitzel (Schwitzkegel) im unabgedeckten Haufen
Testbericht Bayrische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Hackschnitzel-Trocknungsversuch Schwarzenau Auftraggeber Fa. Polyfelt, Linz, Österreich Durchführung Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Freising, Sachgebiet 3.3, Dipl.-Forstwirt (Univ.), Betriebswirt (VWA) Frank Burger Dipl.-Ing. (FH) Landschaftsarchitektur Kerstin MauderBayerische Landesanstalt für Wald und ForstwirtschaftAusgangssituation und Zielsetzung des Versuchs Die energetische Verwertung von Holz reduziert die Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern, wirkt sich positiv auf den Klimaschutz aus und schafft neueEinkommensquellen für die Land- und Forstwirtschaft. Europaweit unterstützen daher Förderprogramme und rechtliche Regelungen den Einsatz gerade von Holz, der mengenmäßig bedeutsamsten Biomasse. Mit der steigenden Zahl von Hackschnitzelheizungen und Holz-Heiz(kraft)werken stellt sich immer öfter die Frage der kostengünstigsten Lagerung und Trocknung des Hackgutes. Dies umso mehr, wenn Bäume aus Forstschutzgründen waldfrisch gehackt und in der heizungsfreien Zeit mehrere Monate gelagert werden müssen. Eine kostengünstige Möglichkeit zur Trocknung der Hackschnitzel ist die Lager- ung unter freiem Himmel. Eine Lagerung des Hackgutes ohne Abdeckung birgt allerdings wegen der Niederschläge in Form von Regen oder Schnee die Gefahr eines unnötigen Qualitätsverlustes des Hackschnitzel. Entsprechend negative Erfahrungen mit dieser Art der Lagerung wurden innerhalb des LWF Projekts „Anbauversuche mit schnell- wachsenden Baumarten im Kurzumtrieb“ in der nördlichen Oberpfalz im Jahr 1997 bereits gemacht. Ein halbes Jahr nach der Ernte im März hatten die Hackschnitzel immer noch einen hohen Wassergehalt, waren dunkel verfärbt und konnten nur zu einem sehr niedrigen Preis abgesetzt werden. Abhilfe könnte hier die Abdeckung des Hackschnitzelhaufens mit einem im Kompostbereich handelsüblichen Vlies schaffen. Das im hiesigen Versuch verwendete TOPTEX-Vlies der Firma Polyfelt kostet 1,52 Euro je m2 ohne MWSt. und kann über einen Zeitraum von fünf Jahren verwendet werden. Das Vlies ist nach Angaben der Firma luft- und wasserdampfdurchlässig. Durch seine spezielle Beschaffenheit werden aber 85 % der Niederschläge innerhalb des Vlieses abgeleitet, wobei eine gewisse Schräglage der Krone des Haufens erforderlich ist. Zielsetzung des Trocknungsversuchs war es fest- zustellen, ob sich unter den klimatischen Bedingungen der Südlichen Fränkischen Platte bei Kitzingenwald frisch eingelagerte Hackschnitzel mit Hilfe dieses Vlieses während des Sommers bis zueinem Wassergehalt von unter 30 % abtrocknen lassen. Hackschnitzel mit Wassergehaltenunter 30 % (Bereich des Fasersättigungspunktes von Holz) können als bedingt lagerfähig gelten. Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft - Methodik Im Winter 2005 stand eine Energiewald-Versuchsfläche in Schwarzenau (Landkreis Kitzingen) zur zweiten Ernte heran. Die zu beerntenden Parzellen waren mit verschiedenen Sorten der Balsampappel und der Aspe bestockt. Die Ernte fand im Februar 2005 statt. Ende April wurde das Holz zu einem Lagerplatz gerückt und dort am 02. Mai gehackt. Die Erntemenge betrug insgesamt 620 Srm (m3), was einem Heizöläquivalent von etwa 43.000 Litern entspricht. Die Hackschnitzel wurden vor Ort in zwei gleich großen Haufen gelagert. Zwischen den beiden Haufen wurde ein Abstand von mehreren Metern eingehaltenso dass beide getrennt voneinander abtrocknen konnten. Der erste Haufen wurde mit dem TOPTEX-Vlies der Firma Polyfelt abgedeckt. Das Vlies wurde mit Holz- prügeln und Reifen beschwert (siehe Titelbild). Der zweite Haufen wurde als Kontrollvariante nicht abgedeckt. In den Haufen waren homogen Hackschnitzel der Baumarten Balsampappel zu ca. 90 % und der Aspe zu ca. 10 % enthalten. Zu Beginn des Versuchs wurden Proben von Hackschnitzeln genommen um den Ausgangswassergehalt mittels Trocknung im Darrofen festzustellen. Hierfür wurden die Proben im Trockenschrank bei 104°C bis zur Gewichtskonstanz gedarrt (ÖNORM G 1074). Aus der Differenz des Gewichtes vor und nach der Trocknung wurde der Wassergehalt ermittelt. Dieser betrugt zum Zeitpunkt der Einlagerung 50 %. Aus Erfahrungen innerhalb des o.g. LWF-Projekts ist bei frisch eingeschlagenen Balsampappeln mit Wassergehalten von knapp 60 % zu rechnen, der Wassergehalt frischer Aspen liegt beiungefähr 57 %. Die Balsampappeln undAspen des Trocknungsversuchs waren in der Zeit zwischen Ernte und Hacken also bereits etwas abgetrocknet. Bei Abschluss des Versuchs am 25. November 2005 wurden beide Haufen zur Hackschnitzelentnahme mit einem Radladerumgegraben. Dadurch wurde vermieden, dass die Proben oberflächlich aus dem sogenannten „Schwitzkegel“ genommen wurden, der sich während der Trocknungsphase bei den Hackschnitzelhaufen bildete (vgl. WEIXLER et al.,1999). Mit der Entnahme aus dem Inneren der Haufen konnten somit repräsentative Wassergehalte ermittelt werden. Zusätzlich wurden beim nicht abgedeckten Haufen Proben aus dem Schwitzkegel entnommen, um die Wassergehalte an der Oberfläche und im Innerendes Haufens vergleichen zu können. Bayerische Landesanstaltfür Wald und Forstwirtschaft Ergebnisse Die folgenden Abbildungen zeigen die Unterschiede zwischen dem mit Vlies abgedeckten Haufen und dem Kontrollhaufen ohne Abdeckung. Die abgedeckten Hackschnitzel in Abbildung 1 und 2 wiesen noch ihre ursprüngliche helle Farbe auf und waren mit einem Wassergehalt von knapp 25 % bis unter den Fasersättig- ungspunkt abgetrocknet. Abbildung 1 Der mit dem TOPTEX-Vlies der Fa. Polyfelt abgedeckte Haufen bei Versuchsende (bei Entfernung des Vlieses) am 25.11.2005. Abbildung 2 Homogene Struktur heller Hackschnitzel im abgedeckten Haufen
Der mit dem TOPTEX-Vlies der Fa. Polyfelt abgedeckte Haufen bei Versuchsende (Entfernung des Vlieses) am 25.11.2005
Homogene Struktur heller Hackschnitzel im abgedeckten Haufen
Abbildung 3 Der unabgedeckte Haufen bei Versuchsende am 25.11.2005
Abbildung 4: Dunkelfärbung der Hackschnitzel (Schwitzkegel) im unabgedeckten
Bayerische Landesanstaltfür Wald und Forstwirtschaft Diskussion Hackschnitzel von Balsampappel und Aspe sind im Vergleich zu Hackgut aus Fichte und anderen gängigen Wald- baumarten wegen ihres hohen Wassergehaltes im einschlagsfrischenZustand relativ schwer zu trocknen. Die Klimabedingungen der Südlichen Fränkischen Platte allerdings sind für die Trocknung äußerst günstig. Der Klima- atlas für Bayern weist für die Gegend um Schwarzenau Jahresniederschläge von 550 bis 649 mm aus, die weit unter dem bayerischen Durchschnitt von 916 mm liegen (BayFORKLIM, 1996). Die Jahresmitteltemperatur be- trägt 8,00°C bis 8,99°C und ist vergleichsweise hoch. Unter diesen Gegebenheiten ist der relativ geringe Unter- schied in der Trocknung beider Haufen wenig verwunderlich. Ganz im Gegensatz dazu steht das Ergebnis des Trocknungsversuches in Wadlhausen (Voralpenland), bei dem der unabgedeckte Haufen fast vollständig schwärzlich verfärbt war. Die Wirkung des TOPTEX-Vlieses in Schwarzenau zeigt sich lediglich im Vergleich der Oberflächen der Haufen. Während im nicht abgedeckten Haufen der Schwitzkegel den Gesamtwassergehalt erhöht, wurden im abgedeckten Haufen die Niederschläge durch die Vliesabdeckung abgeleitet und konnten die darunter liegenden Hackschnitzel nicht befeuchten. Abschließend sei angemerkt, dass sich die Ergebnisse des Versuchs auf die Wassergehalte beziehen. Aussagen über den Substanzverlust durch die Tätigkeit von Mikro- organismenl assen sich nicht treffen. Bayerische Landesanstaltfür Wald und Forstwirtschaft Literatur BayFORKLIM (Bayerischer Klimaforschungsverbund) (1996): Klimaatlas von Bayern, 48 S.+ 57 Karten, München. ÖNORM M 7133: Holzhackgut für energetische Zwecke, Anforderungen und Prüfbestimmungen. Österreichisches Normungsinstitut, Wien.WEIXLER et al. (1999) : Teilmechanisierte Bereitstellung, Lagerung und Logistik von Waldhackschnitzeln. Berichte aus der Bayerischen Landesanstalt für Wald undForstwirtschaft Nr. 21.
Abbildung 1
Abbildung 1
Abbildung 3
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Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft - 4 - Im nicht abgedeckten Haufen betrug der Wassergehalt 70 %, das sind sogar 19 % mehr als zum Zeitpunkt der Einlagerung im April. In dem Haufen erhöhte sich also durch die Niederschläge der Wassergehalt noch. Dies ist in Abbildung 2 deutlich zu sehen. Während im unteren Bereich noch einige wenige helle, getrocknete Partien zu erkennen sind, war nahe der Krone der gesamte Bereich schwärzlich verfärbt. Abbildung 3 zeigt den Temperaturverlauf in den beiden Haufen. Einen Monat nach Einlagerung hatte demnach die mikrobielle Tätigkeit in den Haufen voll eingesetzt. Die Temperatur war durch die Stoffwechselprozesse beim Pilzwachstum binnen vier Wochen von 15° C beim Zeitpunkt der Einlagerung auf ca. 60 oC angestiegen. Der abgedeckte Haufen wies bis Oktober durchgehend die höhere Temperatur auf. Erst im November war der abge- deckte Haufen etwas kälter. Bei einem zu diesem Zeitpunkt erreichten Wassergehalt von 23 % erscheint das auch plausibel, da unter 30 % die mikrobielle Tätigkeit erlischt. Bayerische Landesanstaltfür Wald und Forstwirtschaft - 5 - 0 10 20 30 40 50 60 70 26. Apr 26. Mai 25. Jun 25. Jul 24. Aug 23. Sep 23. Okt T in Grad Celsius-Haufen mit Vlies - Haufen ohne Vlies Abbildung 3 Temperaturverlauf in beiden Hackschnitzel-Haufen vom 26. April bis 15. November 2004. Trotz der etwas höheren Temperaturen bei dem abgedeckten Haufen sollte der Substanzverlust durch mikrobielle Abbauprozesse aber nicht höher sein als bei der Kontrollvariante. Zum einen unterscheiden sich die Temperaturen der beiden Haufen in der Hälfte der Zeit nicht viel, zum anderen konnte aber – und das ist ganz wesentlich - aus dem unabgedeckten Haufen die erhitzte Luft viel leichter entweichen, so dass der Substanzverlustin dem Kontroll- haufen mit Sicherheit höher zu veranschlagen ist. Diskussion: Die Balsampappel hat in frischem Zustand Wassergehalte von 60 %; die der Aspe liegen bei ca. 57 %. Hack- schnitzel dieser Baumarten sind deshalb, auch wenn sie wie hier bereits etwas abgetrocknet waren, im Vergleich zu Hackgut aus Fichte oder anderen gängigen Waldbaumarten mit niedrigeren Wassergehalten im einschlags- frischen Zustand relativ schwer zu trocknen. Dazu kommen die Klimabedingungen des bayerischen Voralpen- landes. Der Klimaatlas für Bayern weist für die Gegend um das Gut Wadlhausen Jahresniederschläge von 1200 mm aus, die weit über dem bayerischen Durchschnitt von 916 mm liegen (BayFORKLIM, 1996). Unter diesen Aspekten ist der durch das Kompostiervlies bewirkte Bayerische Landesanstaltfür Wald und Forstwirtschaft. - 6 - Trocknungseffekt als erfreulich gut zu beurteilen, der große Unterschied zum Wassergehaltdes Kontrollhaufens war so nicht zu erwarten. Die Niederschläge wurden durch das Vliesoffenbar wirksam abgeleitet und konnten die darunter liegenden Hackschnitzel nichtbefeuchten. Die in der Pilotstudie erprobte Versuchsanlage sollte an anderen Standorten mit differierenden Rahmenbedingungen wiederholt werden um allgemeinverbindliche Empfehlungen ableiten zu können. Literatur BayFORKLIM (Bayerischer Klimaforschungsverbund) (1996): Klimaatlas von Bayern, 48 S. + 57 Karten, München. ÖNORM M 7133: Holzhackgut für energetische Zwecke, Anforderungen und Prüfbestimmungen. Österreichisches Normungsinstitut, Wien. WEIXLER et al. (1999) : Teilmechanisierte Bereitstellung, Lagerung und Logistik von Waldhackschnitzeln. Berichte aus der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Nr. 21.
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Abbildung 2 Der unabgedeckte Haufen bei Versuchsende am 15.11.2004
Abbildung 1 Der mit dem Toptex-Vlies der Fa. Polyfelt abgedeckte Haufen bei Versuchsende (nach Entfernung des Vlieses) am 15.11.2004
Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Hackschnitzel-Trocknungsversuch Wadlhausen Auftraggeber Fa. Polyfelt, Linz, Österreich Durchführung Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Freising, Sachgebiet IV, Dipl.-Forstwirt (Univ.), Betriebswirt (VWA) Frank Burger Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft - 1 - Ausgangssituation und Zielsetzung des Versuchs. Die energetische Verwertung von Holz reduziert die Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern, wirkt sich positiv auf den Klimaschutz aus und schafft neue Einkommensquellen für die Land- und Forstwirtschaft. Europaweit unterstützen daher Förderprogramme und rechtliche Regelungen den Einsatz gerade von Holz, der mengenmäßig bedeutsamsten Biomasse. Mit der steigenden Zahl von Hackschnitzelheizungen und Holz-Heiz- (kraft)werken stellt sich immer öfter die Frage der kostengünstigsten Lagerung und Trocknung des Hackgutes. Dies umso mehr, wenn Bäume aus Forstschutzgründen waldfrisch gehackt und in der heizungsfreien Zeit mehrere Monate gelagert werden müssen. Eine kostengünstige Möglichkeit zur Trocknung der Hackschnitzel ist die Lagerung unter freiem Himmel. Eine Lagerung des Hackgutes ohne Abdeckung birgt allerdings wegen der Niederschläge in Form von Regen oder Schnee die Gefahr eines unnötigen Qualitätsverlustes des Hackschnitzel. Entsprechend negative Erfahrungen mit dieser Art der Lagerung wurden innerhalb des LWF Projekts „Anbau- versuche mit schnellwachsenden Baumarten im Kurzumtrieb“ in dernördlichen Oberpfalz im Jahr 1997 bereits gemacht. Ein halbes Jahr nach der Ernte imMärz hatten die Hackschnitzel immer noch einen hohen Wassergehalt, waren dunkel verfärbt und konnten nur zu einem sehr niedrigen Preis abgesetzt werden. Abhilfe könnte hier die Abdeckung des Hackschnitzelhaufens mit einem im Kompostbereich handelsüblichen Vlies schaffen. Das Vlies ist nach Angaben der Firma durchlässig für Luft und Wasserdampf. Durch seine spezielle Beschaffenheit werden aber 85 % der Niederschläge innerhalb des Vlieses abgeleitet, wobei eine gewisse Schräglage der Krone des Haufens erforderlich ist. Zielsetzung des Trocknungsversuchs war es festzustellen, ob sich unter den klimatischen Bedingungen des Alpenvorlandes waldfrisch eingelagerte Hackschnitzel mit Hilfe dieses Vlieses während des Sommers bis zu einem Wassergehalt von unter 30 % abtrocknen lassen. Hackschnitzel mit Wassergehalten unter 30 % (Bereich des Fasersättigungspunktes von Holz) können als bedingt lagerfähig gelten. Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft - 2 - Methodik Im Winter 2004 stand eine Energiewald-Versuchsfläche in Beuerberg (Landkreis Bad Tölz/Wolfratshausen) zur zweiten Ernte heran. Die zu beerntenden Parzellen waren mit verschiedenen Sorten der Balsampappel und der Aspe bestockt. Die Ernte fand im Januar 2004 statt. Am 22. April wurde das Holz zu einem Lagerplatz gerückt und dort am 26. April gehackt. Am gleichen Tag erfolgte der Transport zu einem Fahrsilo am Gut Wadlhausen in der Nähe von Icking im bayerischen Voralpenland. Die Erntemenge betrug insgesamt 280 Srm (m3), was einem Heizöläquivalent von etwa19.600 Litern entspricht. Die Hackschnitzel wurden am Gut Wadlhausen in einen Fahrsilovon 1000 m3 Fassungsvermögen in zwei gleich großen Haufen gelagert. Zwischen den beiden Haufen wurde ein Abstand von mehreren Metern eingehalten so dass beide getrennt von einander abtrocknen konnten. Die Längsachse des Fahrsilos verläuft ungefähr in Richtung NordSüd. Der erste Haufen wurde mit dem TOPTEX- Vlies der Firma Polyfelt abgedeckt. Das Vlies wurde mit Reifen beschwert(siehe Titelbild). Der zweite Haufen wurde als Kontrollvariante nicht abgedeckt. In den Haufen waren homogen Hackschnitzel der Baumarten Balsampappel zu ca. 70 % und der Aspe zu ca. 30 % enthalten. Zu Beginn des Versuchs wurden sechs Proben von Hackschnitzeln genommen um den Ausgangswassergehalt mittels Trocknung im Darrofen festzustellen. Dieser betrugt zum Zeitpunkt der Einlagerung exakt 51 %. Aus Erfahrungen innerhalb des o.g. LWF-Projekts ist bei frischeingeschlagenen Balsampappeln mit Wassergehalten von knapp 60 % zu rechnen, der Wassergehalt frischer Aspen liegt bei ungefähr 57 %. Die Balsampappeln und Aspen des Trocknungsversuchs waren in der Zeit zwischen Ernte und Hacken also bereits etwas abgetrocknet. Um über den Zeitraum der Trocknung repräsentative Stichproben zu gewinnen, wurden vor Versuchsbeginn grobmaschige Kartoffelsäcke mit Hack- schnitzeln befüllt und 80 cm unter dem Kronenniveau der Schüttung platziert (vgl. WEIXLER et al., 1999). Eine an den Säcken befestigte Schnur ermöglichte die späteren Probenahmen. Ein tieferes Vergraben der Säcke wäre zwar wünschenswert gewesen, hätte aber nach Erfahrungen der LWF eine spätere störungsfreie Entnahme der Proben nicht zugelassen. Zur Dokumentation des Trocknungsverlaufes wurden einmal im Monat pro Haufen zwei der Säcke entnommen, die Hackschnitzel gewogen und im Trockenschrank bei 104°C bis zur Gewichts- konstanz gedarrt(ÖNORM G 1074). Aus der Differenz des Gewichtes vor und nach der Trocknung wurde der Wassergehalt bestimmt. Zusätzlich wurden regelmäßig die Innen-Temperaturen der Haufenmit einem digitalen Stechthermometer gemessen. Bayerische Landesanstaltfür Wald und Forstwirtschaft - 3 - Die Hackschnitzel-Probennahme mithilfe der Säcke erwies sich im Laufe des Versuchs als nicht zielführend. Die Säcke wiesen auch nach einigen Monaten der Lagerung sehr hohe Wassergehalte auf, die zudem noch ungerichtet schwankten. Kontrollproben von den Stirnseiten der Haufen waren dagegen viel trockener. Offenbar wurden die Proben aus dem sogenannten „Schwitzkegel“ genommen, der sich während der Trocknungsphase bei beiden Hack- schnitzelhaufen bildete (vgl. WEIXLER et al., 1999). Außerdem trugen, zumindest in der nicht abgedeckten Variante, auch die Niederschläge während des Sommers 2004 zu dem erhöhten Wassergehalt unter der Oberfläche der Haufen bei. Eine Entnahme von Proben tieferunter der Oberfläche wurde wegen der sonst eintretenden Störung des Trocknungsprozesses nicht durchgeführt. Zum Abschluss des Versuchs am 15. November wurden deswegen beide Haufen mit einem Radlader umgegraben und mehrere Hackschnitzelproben entnommen, um zumindest am Ende des Versuchs repräsentative Wassergehalte zuerhalten. Die Abbildungen 1 und 2 zeigen deutlich die Unterschiede zwischen dem abgedeckten und dem Kontrollhaufen. Während die abgedeckten Hackschnitzel in Abbildung 1 noch ihreursprüngliche Farbe aufweisen, sind die ohne Vlies gelagerten schwärzlich verfärbt. Der abgedeckte Haufen hatte am 15. November einen Wassergehalt von 23 %.
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